Foto: Ortsschild

Frühe Hotels, Gaststätten, Billiard und Saloon

Hotels

Es gab ein Hotel nördlich der Gemischtwarenhandlung von George Veeh. Es ist nicht viel darüber bekannt, es wurde bald abgerissen.

 

In den ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde das zweite Hotel von Martin Nistner, südlich der Veeh Gemischtwarenhandlung errichtet. Es war zweigeschossig, mit einem großen und einigen kleineren Räumen im zweiten Stock. Diese wurden später für Hotelzimmer genutzt. Handesvertreter wohnten in diesen Räumen. Tanzveranstaltungen wurden häufig im großen Raum über der Gaststätte abgehalten.

Ein Anbau an der Südseite wurde als Postoffice genutzt, später war hier ein Frisörsalon untergebracht.

 

Herr und Frau McClellan betrieben dieses Geschäft. Sie hatten zwei Söhne. Elizabeth (Balbach) Kellerman arbeitete für das McClellans. Aber sie waren nur eine kurze Zeit dort.

Foto: StrassenansichtSpäter führte William (Bill) Kellerman den Betrieb. Mae (Jontz) Himmelein arbeitete für Bill. Er behielt es ebenfalls nur eine kurzen Zeit.

 

Bill und Mary DeVries kauften den Platz. Sie betrieben die Gaststätte und das Hotel, in dem Handelsverkäufer blieben, wenn sie in die Stadt kamen. Viele der Eisenbahnarbeiter nahmen ihre Mahlzeiten in der Gaststätte ein. Mary bot viele gute Mahlzeiten dort an. Elsie (Kellerman) Fickes half dort als Kellnerin und Margaret (Balbach) Kellerman half in der Küche. Es gab viel Arbeit dort.

 

Als das Geschäft zum Verkauf angeboten wurde, kauften es Henry und Lottie Stepper. Es wurden keine Mahlzeiten mehr angeboten, aber sie verkauften Popcorn und Eiscreme. Im Nordwestteil des großen Raumes richteten sie einen Fleischmarkt ein und verkauften Aufschnitt. Sie entschieden sich, zu einem Bauernhof umzuziehen, kamen aber schon bald wieder zurück nach Stuttgart.

Als sie verkauften, übernahmen Bob und Bertha Meyer den Platz. Die Waren, die sie anboten, waren ebenfalls Popkorn, Eiscreme, Kaugummi, Tabak, Zigaretten, usw. Das beste Popkorn war mit Vanillegeschmack.

Bertha stellte sehr gute Lutscher her. Auf einigen war 'free' aufgedruckt. Wenn man Glück hatte, so einen zu erwischen, bekam man zwei.

Sie führten auch den Fleischmarkt und ein Lastwagen lieferte Bäckereibrot, das eine seltene Köstlichkeit für jeden war, weil alle Hausfrauen ihr Brot selbst backten. Bob und Bertha hatten einen Sohn, Jack. Sie verkauften aber bald und verliesen die Gegend.

Billardhalle und Karten

Bild: BillardsaalPete Cowlin übernahm das Geschäft. Er schloss den Fleischmarkt und stellte Poolbillard und Kartentische auf. Viele Männer und Jungs genossen es, Pool-Billard und Karten zu spielen. Er verkaufte Bier, Popcorn, Eiscreme, Erdnüsse, Zigaretten, Zigarren, Tabak und Kautabak. Hilda Kellerman arbeitete dort. Bald zog er von hier auf den Platz um, der als Freds Platz bekannt ist.

Richard und Emma Dieckhoff übernahmen das alte Geschäft, und als Sie sich entschieden das Geschäft zu wieder verkaufen und nach Phillipsburg umzuziehen, wurde es von Bill und Lillie Grote geführt. Diese führten das Geschäft in den fünfziger Jahren und verkauften die gleichen Waren und Erfrischungen wie die Besitzer vor ihnen. Sie waren dort einige Jahre, dann verkauften sie es dann an Bernie Elkington.

Edgar und Frances Bach waren die nächsten Besitzer. Frances bediente auch die Telegrafenschalttafel. Sie war im kleinen Nebengebäude nahe dem Billardsalon untergebracht. Edgar und Frances hatten drei Söhne, Donald, Jerry und Jay.

Clarence und Carol Long, die nächsten Betreiber zogen das Geschäft nach einiger Zeit in ein Gebäude auf der Ostseite der Straße, südlich der Bank um. Es war eine Bierkneipe mit Kartentischen.

Mit dem Umzug wurde die Billiardhalle in Stuttgart eingestellt. Das Gebäude in dem so viele Leute ihr Geschäft hatten wurde 1960 abgerissen. Das Gebäude hatte Bill Grote gehört

Freds Platz

In den frühen Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts hatte John Kellerman, Senior einen Saloon an 'Freds Platz'. Dieser wurde aufgrund der Verbotsgesetzgebung dieser Zeit geschlossen.

Das Geschäft, das dann hier eröffnet wurde, war ein Herrenfriseurgeschäft das Agatha Lough führte. Ihr Ehemann war Vorarbeiter bei der Eisenbahn. Als sie ihr Geschäft einstellte, stand der Raum für viele Jahre leer.

Pete Cowlin öffnete hier dann seine Bierkneipe in den späten dreißiger Jahren.

 

In den vierziger Jahren, nachdem Pete geschlossen hatte, eröffneten Fred und Margaret Kellerman die Bierkneipe wieder. Sie eröffneten ein Cafe zusammen mit dem Verkauf aller möglichen Erfrischungen. Zu dieser Zeit war die Emmanuel Lutherische Kirche im Bau und alle Arbeiter aßen ihre Mahlzeiten im Cafe. Fred führte dieses Lokal bis zu seinen Tod 1978. Margaret die auch für die Schule kochte, und neunzehn Jahre hausmeisterliche Arbeit an der Kirche erledigte, führte es bis 1983. Sie starb 1984.

Als sie mit dieser Arbeit aufhörte, wurde sie von Eileen (Kellerman) Dieckhoff abgelöst, die dort dreizehn Jahre arbeitete.

Das Geschäft wurde dann an Tommy Thomas, einem Einwohner Stuttgarts verkauft. Gegenwärtig kauft man Bier, Popcorn und Schokoriegel an der Stuttgart Öl Co. deren Eigentümer Norman Kellerman ist.

Namen/ Personen:

Siehe auch: Stuttgarter Namen

Herrenfrisör und Tischler

Die Fotos sind von Randy Moll. Der Urheber der Strassenansicht ist unbekannt. Das Bild vom Billardsaal wurde bei Wikipedia gefunden und ist Public Domain, d.h. es ist frei zu verwenden. Der Text ist die Übersetzung einer englischsprachigen Broschüre, die Eileen Dieckhoff, Elda Mae Hanke und Harold C. Dusin geschrieben haben.

Bildcomposing: visual art feldes. Übersetzung: TFC PC-Service.